
MRM Sebastian Vitzthum
SV Consulting GmbH
Seehofgasse 2
5700 Zell am See
tel.: +43 664 3411774
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www.tourismus-modellregion.at
Die Tourismusregion Zell am See-Kaprun umfasst an die 900 touristische Objekte. Die Frage, auf wie vielen Dächern dieser Gebäude man PV-Anlagen montieren kann, galt es zu klären.
Das Ergebnis ergibt: 265 Dachflächen können ohne nennenswerte Umbaumaßnahmen mit PV-Paneelen versehen werden. Strom aus Photovoltaik ist unbestritten einer der umweltfreundlichsten, nachhaltigsten und regionalen Möglichkeiten elektrische Energie zu erzeugen. Die Klima- und Energiemodellregion Zell am See-Kaprun hat alle 540 Dachflächen in Zell am See und Kaprun unter die Lupe genommen und 265 Dachflächen eignen sich für eine PV-Anlage, weshalb für alle 265 Dachflächen ein Umsetzungskonzept ausgearbeitet wurde. Alle Betriebe wurden darüber in Kenntnis gesetzt und bei Wunsch hat man einen kostenlosen Beratungstermin vereinbart.
Einige Betriebe und Unternehmen in der Region wurden von den Vorteilen erneuerbarer Sonnenenergie überzeugt und so konnten wir in drei Jahren Projektlaufzeit über 900 kWp PV-Leistung in der Region (auf über 6.000m2 PV-Fläche) installieren. Auf der Schmittenhöhe erzeugen 14 große PV-Anlagen Sonnenstrom und die Gletscherbahnen Kitzsteinhorn verzeichnen eine Steigerung von 100.000 kWh auf 500.000 kWh Sonnenstrom pro Jahr! Ein weiteres Best-Practice-Beispiel ist das Ferry Porsche Congress Center, mitten im Ortszentrum, welcher im Jahr 2023 eine Jahresproduktion von 120 Megawatt Sonnenstrom produziert hat – umgerechnet könnte man damit 50 Haushalte ein ganzes Jahr mit Energie versorgen.
Durch die spezielle KEM Förderung haben die Betriebe rund 1,5 Millionen Euro Förderung in Anspruch genommen.
Um die Leistung der PV-Anlagen in der Region auch bildlich darzustellen und immer aktuell im Überblick zu halten, wurde eine eigene Seite für die PV-Erträge erstellt. Diese Seite ist jederzeit auf unserer Webseite abrufbar oder auch im Klima- und Energiemodellregion Büro auf den Screens dargestellt.
In der Region Zell am See-Kaprun wurde eine Karte erstellt, auf der das Potential für mögliche Energiegemeinschaften ersichtlich ist. Ein Leitfaden zur Gründung von Energiegemeinschaften, im Auftrag von Klima- und Energiefonds, vom AIT (Austrian Institute of Technology GmbH) in Kooperation mit BEST (Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH) wurde erstellt und bei unserer KEM Herbsttagung 2021 präsentiert. Eine erste Energiegemeinschaft zwischen der FREGES und dem Ferry Porsche Congress Center ist aktuell geplant und soll bald in die Umsetzung kommen.