Klimafitte touristische Infrastruktur

Lernen von den Besten

Wir messen uns an den Best Practice Beispielen und von denen gibt es genügend in der Region. Bergbahnen, Lifte, Hotels, Eishalle etc. das Know-How der Besten soll auch für andere Projekte zur Verfügung stehen, um die touristische Infrastruktur langfristig klimafit zu machen.

  • Know-How-Transfer von Best-Practice Betrieben
  • Digitalisierungsprojekt für die Eishalle Zell am See
  • Prüfung Geothermienutzung für Eishalle & Hallenbad

Die Tourismusregion Zell am See-Kaprun verfügt über umfassende touristische Infrastrukturen, wie eine Eishalle, Hallenbad, Campingplätze, Golfplatz, Seilbahnen, Liftanlagen, Schifffahrt, die bereits heute größten Wert auf Nachhaltigkeit legen. Eine Besonderheit stellt dabei die Eishalle in Zell am See dar. Der Energiebedarf für die Eisbereitung und -erhaltung, sowie die adäquate Bearbeitung für die unterschiedlichen Nutzungen (Eishockey, Publikumseislauf, Eiskunstlauf, Stocksport, …) ist sehr hoch und kann mit 300.000 kWh beziffert werden.

Mit neuen Methoden in der Kältetechnik und Möglichkeiten der Energiespeicherung kann der Energiebedarf einerseits eingeschränkt werden und andererseits am Standort bedarfs- und anlassorientiert zur Verfügung gestellt werden. Bestehende Abwärmequellen lassen sich zudem noch besser für den eigenen Gebrauch nutzen. Überschussenergie könnte in einem Mikronetz für die Beheizung umliegender Gebäude zur Verfügung gestellt werden.

Da Vertreter der Tourismusregion Zell am See-Kaprun an der Ausarbeitung des Masterplans mitgewirkt haben, ist eine Umsetzung der darin verankerten Aktionsfelder mit höchster Priorität zu sehen. Insbesondere die hier dargestellte Maßnahme ermöglicht dabei, die von den „großen“ touristischen Dienstleistungsbetrieben gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse auf systematische Weise auch kleineren Betrieben zugänglich zu machen. Insgesamt soll dabei die Transparenz der Tätigkeiten erhöht werden und eine Wertschätzung für bereits umgesetzte oder in Umsetzung befindliche Projekte hinsichtlich deren positiver Kommunikation erhöht werden.

Vertreter anderer touristischer Betriebe aus der Region sollen die Projekte auch im Zuge von Betriebsführungen kennenlernen und anlässlich konkreter Beratungsgespräche auf den eigenen Nutzen und betreffend der Umsetzungsmöglichkeiten bewerten. So können die Projekterfahrungen aus der Eishalle auch für touristische Zulieferbetriebe mit Tiefkühl- Infrastrukturen von Nutzen sein, jedoch auch für Gastronomie- und Hotelbetriebe, die Kühlzellen betreiben. Die bereits von den Bergbahnen im Zuge des CE4T Projektes gesammelten Daten stellen interessante Vergleichswerte für andere touristische Betriebe in der Region dar und sollen im Zuge eine gemeinsamen Digitalisierung Konzeptes für Benchmarking Zwecke und Betriebsvergleiche herangezogen werden.

Unsere Ziele

  • Erhebung und Validierung der vorhandenen, bzw. bereits gewonnenen Erfahrungen bei den Leistungspartnern und Auswahl eines externen Leistungspartners zur Umsetzung des Digitalisierung-Konzeptes der Eishalle.
  • Workshop zur Identifizierung von Betrieben, für die die Themen der Digitalisierung, Datentransfer und Energieeffizienz in Verbindung mit Kühlanlagen von Interesse sind.
  • Energie-Beratungsgespräche bei den identifizierten Betrieben.
  • Durchführung einer Informationsveranstaltung.
  • Konkrete Umsetzung des Digitalisierungsprojektes in der Eishalle.
  • Prüfung der derzeitigen Wärmecontracting-Vereinbarungen; Planung und Durchführung von Erweiterungs- und Ersatzmaßnahmen. 
  • Prüfung möglicher Geothermie Maßnahmen am Standort, die sich durch Neu- und Zubauprojekten am Areal ergeben.