E-Bike-Mobility – Gäste & Einheimische

Lieber im Flow als ständig im Stau

Einheimische und Gäste nachhaltig mobil in Zell am See-Kaprun. So lautet das Motto der E-Bike Region Zell am See-Kaprun. Wir alle wollen uns künftig von Verkehrsstaus und von langer Parkplatzsuche verabschieden, die E-Bike-Region schafft sinnvolle Mobilitäts-Alternativen.

  • Mehr Touristen & Einheimische vom Auto aufs E-Bike
  • Aufbau innovativer E-Bike-Infrastruktur in der Region
  • Stakeholder-Netzwerk – Hotellerie, Gastronomie, Shops

Mobilität und Tourismus

Tourismusregionen sehen sich zunehmend mit „zu viel Mobilität”, mit starkem Verkehrsaufkommen, Parkplatzproblemen und zu viel Individualverkehr konfrontiert. Vor allem der Sommer stellt sich hierbei problematisch dar. Die Regionen bieten eine Vielzahl an Sommeraktivitäten, Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten, die von Gästen und Besuchern verstärkt mit dem eigenen PKW angefahren werden. Das Resultat sind volle Straßen, überfüllte Parkplätze und eine große Belastung für Luft, Umwelt und Klima. E-Mobilität stellt sich zunehmend als klimaschonende, alternative Mobilitätsform, auch in Tourismusregionen, dar. Immer mehr Regionen schaffen passende Angebote an Ladeinfrastruktur, Ladestationen, spezielle Parkmöglichkeiten und Sharing-Modelle, um die Abhängigkeit der Urlauber vom eigenen Auto zu reduzieren. Fördert man zugleich eine autofreie An- und Abreise in die und von der Urlaubsregion, kommt gezielten Sharing-Modellen eine noch tragenderere Rolle zu.

Das E-Bike – eine Alternative zum Auto?

Eine große Anzahl an E-Mobilitäts-Kritikern wird nun einwerfen, dass ein Umstieg auf E-Autos viele der Probleme nicht löst: es bleibt der Platzbedarf, das Stauproblem bis hin zu vollen Parkplätzen. Eines steht fest: E-Autos brauchen nicht weniger Platz als Autos mit Verbrennungsmotoren, zumindest gemessen an den derzeitigen Entwicklungen im Bereich E-Mobilität. Einspurige Mobilitätsarten sind da schon interessanter und das E-Bike entwickelt sich immer stärker zu einem bevorzugten Transportmittel in Alltag, Freizeit und auch im Urlaub.

Erfolgsfaktoren für Tourismusregionen

Der Trend ist klar, die Nachfrage ist im Steigen begriffen, es scheint klar, dass erfolgreiche Tourismusdestinationen der Zukunft umweltschonende Mobilitätskonzepte im Petto haben müssen. Warum auch nicht, Tourismus verkauft Emotion, Erlebnis, Gesundheit, Bewegung – alles zusammen Faktoren, die mit aktiver und umweltschonender Mobilität verknüpft werden können:

  • Erweiterung des Erlebnishorizonts
  • Praktisch funktionierende E-Mobilität
  • Verkehrsentlastung in Ortszentren, freie Parkplätze
  • Neue zahlungskräftige Kunden/Gäste -> mehr Umsatz

E-Bike-Mobility in Zell am See-Kaprun

Zell am See-Kaprun hat ein wachsendes Verkehrsproblem. Während der Saisonen füllen sich die Straßen und Parkplätze und jede Menge erholungssuchende Gäste machen sich täglich auf den Weg, tolle Ausflugsziele, Sehenswürdigkeit und diverse Highlights der Region zu besuchen und zu konsumieren. Aktuell gibt es in der Region Zell am See-Kaprun keine Maßnahmen, die auf einen breiten Einsatz von E-Bikes als Transportmittel abzielen. Zell am See-Kaprun ist jedoch eine touristisch ausgeprägte Region mit einer starken Sommersaison und somit gibt es ein Wege- und Touren-Netz, das für den Radverkehr und somit auch für den Verkehr mit E-Bikes zur Verfügung steht. Das Angebot an Radtouren, im Speziellen für E-Bikes, beschränkt sich auf ein touristisches Produkt, Radfahren ist eine beliebte Sommeraktivität von Urlaubern. Einige der Radtouren vor Ort lassen sich auch mit An- und Abfahrt zu Sehenswürdigkeiten oder Ausflugszielen kombinieren, allerdings steht keine flächendeckende, ausgearbeitete und beworbene E-Bike-Infrastruktur im geforderten Ausmaß zur Verfügung.

Die Region Zell am See-Kaprun ist prädestiniert für das Projekt E-Bike-Mobility. Durch die Topographie aus Berge und See und das Vorhandensein zahlreicher, verkehrsberuhigter Nebenstraßen, lassen sich eine Vielzahl von Punkten in der Region sehr gut mit dem E-Bike erreichen. Die aktuelle Verkehrssituation, das hohe Aufkommen an Individualverkehr, Stau-Problematik zu Stoßzeiten sowie eine zu hohe Parkplatzauslastung tragen zu geringer Attraktivität des motorisierten Individualverkehrs im Urlaub bei. Durch gezielte Maßnahmen wie die Mobilitätskarte Zell am See-Kaprun, mit der Gäste und Urlauber sämtliche öffentliche Verkehrsmittel während der Zeit ihres Aufenthaltes kostenlos nutzen können, wurde schon viel erreicht. Gerade diese Konzepte sind es, die sich hervorragend mit E-Bike-Mobility kombinieren lassen. Mobile Urlaubstage, die man mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Kombination mit E-Bikes verbringt, tragen mehr zur Erholung im Urlaub bei als solche, an denen man mit dem Auto unterwegs ist.

E-Bikes nicht nur als Sportgeräte

Beim Projekt E-Bike Mobility geht es nicht in erster Linie um die Entwicklung einer Bike-Sport-Region. Das E-Bike soll als Transportmittel für die Mobilität der Gäste während ihres Urlaubs verwendet werden. GLETSCHER | BERG | SEE – sämtliche Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten der Region sind effizient mit dem E-Bike erreichbar. Vor allem in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln und der Mobilitätskarte Zell am See-Kaprun reduziert sich die Abhängigkeit der Urlauber vom Auto ganz wesentlich. Eine Abhängigkeit, die vor dem Hintergrund unserer Vision OHNE AUTOMOBIL – OHNE AUTO MOBIL ohnehin wenig Zukunft haben soll. Auch vor dem Hintergrund dieser Entwicklung bedarf es einem lückenlosen Angebot bzw. Infrastruktur, Information und Bewusstseinsbildung auf Seiten Urlauber, Gäste sowie Einheimischer, Unternehmer, Touristiker, Hoteliers und Menschen vor Ort.

Im Projekt E-Bike Mobility wird das E-Bike als Transportmittel Nr. 1 während des Sommerurlaubs etabliert. Die Möglichkeit, sämtliche Punkte der Tourismusregion mit dem E-Bike zu erreichen wird in den Köpfen der Urlauber, Einheimischen, Unternehmen & Co. implementiert. Die notwendige Infrastruktur steht selbstverständlich im Zentrum, sie muss geplant, konzipiert und geschaffen werden. Ebenso relevant ist, jedoch auch die Schaffung und Zurverfügungstellung von Information und Wissen. Infomaterialien müssen erstellt werden, das Wegenetz muss beschrieben werden, interessierte Menschen müssen zu jeder Zeit jene Informationen auffinden können, die sie brauchen, um das Angebot zu nutzen.