
MRM Sebastian Vitzthum
SV Consulting GmbH
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5700 Zell am See
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Autofreier Urlaub ist gut und schön, wir gehen einen Schritt weiter, es ist die öffentliche Anreise, die zählt. 80% des CO2 Ausstoßes eines Urlaubs verursachen die An- und Abreise, in dieser Maßnahme forcierten wir öffentliche Anreise und alternative Mobilität vor Ort.

Unter diesem Motto soll Zell am See-Kaprun die erste CO2 neutrale Tourismusregion der Alpen werden, in der Urlaub ohne Auto – ohne Wenn und Aber. Es gibt wenige mit Zell am See-Kaprun vergleichbare Tourismusdestinationen in den Alpen, in denen autofreier Urlaub derart effizient, vorteilhaft und bequem angeboten und beworben werden kann. Als Alleinstellungsmerkmal ist hier der Bahnhof von Zell am See mitten im Stadtzentrum zu nennen, der die Anreise mit dem Zug zu einem erstrebenswerten Szenario macht. Vorausgesetzt, die Region schafft sinnvolle und vorteilhafte Angebot, wie die Mobilität vor Ort im Urlaub ohne Auto gewährleistet werden kann – dafür haben wir den Schwerpunkt unseres KEM Projektes auf die Mobilität gelegt.
Die Vorteile der öffentlichen Anreise nach Zell am See liegen seit vielen Jahrzehnten auf der Hand. Seit dem 30. September 1875 fährt die Eisenbahn nach Zell am See. Sie legte frühzeitig die Basis des touristischen Aufschwungs in unserer Region und es ist an der Zeit, sich wieder auf diese tolle Verbindung zu fokussieren. Heute sind es mehr als 10 internationale Direktzüge, die in Zell am See Halt machen und eine wachsende Anzahl an Urlauber:innen und Besucher:innen öffentlich in unsere Region bringen.
Ist man am Bahnhof Zell am See angekommen, geht es weiter ins Hotel, in ein Restaurant oder zu einem der vielen Ausflugsziele. Klare Sache, der Mobilität vor Ort im Urlaub kommt eine große Bedeutung zu und Gäste, die ohne eigenes Auto in den Urlaub reisen, haben ein spezielles Bedürfnis nach nachhaltigen Mobilitätslösungen, die aber vor allem eines können müssen, sie müssen in Sachen Bequemlichkeit, Flexibilität und Spontanität dem Auto ganz gleich kommen, sie müssen es ersetzen, man darf es im Urlaub nicht vermissen!
Ein regionsübergreifendes Carsharing-Angebot ist am Entstehen und mit dem ÖBB-Transfer-Shuttle steht eine Option für die Erste und Letzte Meile zur Verfügung, die sich direkt am Bedarf öffentlicher Reisender orientiert. Im Winter fährt man Skibus und lässt sich verlässlich und mit Skipässen kostenlos zum Berg bringen. Im Sommer sorgt der öffentliche Nahverkehr für annähernd lückenlose Vor-Ort-Mobilität, welcher punktuell auf der beliebten Buslinie 660 in naher Zukunft elektrifiziert wird. Nicht zu vergessen sind mehr als 300 Leih-Räder und E-Bikes, die in der gesamten Region unterwegs sind.
Die Mobility Points dienen als Anhaltspunkt & Informationspunkt für Einheimische und Besucher:innen. Wie komme ich von A nach B? Welche Verbindungen finde ich wo? Und an welche Anbieter kann ich mich wenden?Nach der Fertigstellung der Umbauarbeiten beim Bahnhof Zell am See soll der Mobility Point eingerichtet werden, bereits jetzt befindet sich im Areal des Bahnhofs der Startpunkt des ÖBB Transfer Shuttles. Brandaktuell soll hier ebenfalls ein Rail & Drive Standort mit zwei Elektrofahrzeugen entstehen. Damit ist die Basis für die Sinnhaftigkeit des Mobility Points gelegt. Dieser ist fix fertig konzipiert, designt und produziert und soll eröffnet werden, sobald das Areal des Bahnhofs sich dafür eignet.
Elektromobilität weist ein hohes Potenzial zur Einsparung von Treibhausgasen und Energie auf. Darüber hinaus kann ihre Einführung in engem Zusammenhang mit einem Wandel im Mobilitätsverhalten und einer Entwicklung in Richtung „sharing society“ stehen. Zur Nutzung der Potenziale für die Region wird als Teil von Pinzgau.mobil 2030 eine gemeinsame Mobilitätsstrategie unter Teilnahme aller Gemeinden, des Tourismus sowie weiterer relevanter Stakeholder für den ganzen Pinzgau erarbeitet werden.
Bereits 2021 wurden 15 neue E-Bike-Ladestationen installiert. Der Ausbau der E-PKW-Ladestationen bringt 30 neue öffentliche Ladestationen inklusive drei Schnell-Ladestationen an der Talstation Schmittenhöhe & drei Hypercharger am Ladepark Kaprun.