Autofreier Urlaub

Sauber, ruhig & stressfrei

Autofreier Urlaub ist gut und schön, wir gehen einen Schritt weiter, es ist die öffentliche Anreise, die zählt. 80% des CO2 Ausstoßes eines Urlaubs verursachen die An- und Abreise, in dieser Maßnahme forcieren wir öffentliche Anreise und alternative Mobilität vor Ort.

  • Starker Ausbau öffentlicher Anreise mit der Bahn
  • Lückenlose vor Ort-Mobilität ohne Verzicht auf Komfort
  • Zentren der Mobilität – Mobility Points Zell am See & Kaprun

Unter diesem Motto soll Zell am See-Kaprun die erste CO2 neutrale Tourismusregion der Alpen werden, in der Urlaub ohne Auto ohne Wenn und Aber stattfinden kann. Es gibt wenige mit Zell am See-Kaprun vergleichbare Tourismusdestinationen in den Alpen in denen autofreier Urlaub derart effizient, vorteilhaft und bequem angeboten und beworben werden kann. Als Alleinstellungsmerkmal ist hier der Bahnhof von Zell am See mitten im Stadtzentrum zu nennen, der die Anreise mit dem Zug zu einem erstrebenswerten Szenario macht. Vorausgesetzt, die Region schafft sinnvolle und vorteilhafte Angebot, wie die Mobilität vor Ort im Urlaub ohne Auto gewährleistet werden kann – dafür gibt es diese Maßnahme und sämtliche Schritte werden im Folgenden erörtert.

Anreise nach Zell am See-Kaprun

Die Anreise nach Zell am See-Kaprun wird künftig hauptsächlich mit dem Zug direkt zum Bahnhof Zell am See erfolgen. Warum auch nicht, vorteilhafte Direktverbindungen von Ballungszentren nach Zell am See, Gehdistanz vom Bahnhof zu Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und attraktive Mobilitätslösungen vor Ort sprechen für einen autofreien Urlaub. Die bereits bestehenden, guten Kooperationen mit den Österreichischen Bundesbahnen, der Deutschen Bahn sowie weiteren Anbietern werden vertieft und es gibt künftig mehr Direktverbindungen nach und von Zell am See.

Mobilität vor Ort im Urlaub

Ist man am Bahnhof Zell am See angekommen, geht es weiter ins Hotel, in ein Restaurant oder zu einem der vielen Ausflugsziele. Klare Sache, der Mobilität vor Ort im Urlaub kommt eine große Bedeutung zu und Gäste, die ohne eigenes Auto in den Urlaub reisen, haben ein spezielles Bedürfnis nach nachhaltigen Mobilitätslösungen, die aber vor allem eines können müssen, sie müssen in Sachen Bequemlichkeit, Flexibilität und Spontanität dem Auto ganz gleich kommen, sie müssen es ersetzen, man darf es im Urlaub nicht vermissen! Um dem gerecht zu werden, schaffen wir in dieser Maßnahme eine ganze Reihe nachhaltiger Mobilitätslösungen, die einem bei seinen Bedürfnissen abholen und diese Stillen, den Bedürfnissen nach lückenloser, autofreier Mobilität im Urlaub.

Öffentlicher Verkehr – Weiterreise nach Kaprun

Auch wenn sich eine erhebliche Anzahl bekannter und beliebter Hotels in der Stadt Zell am See befinden, eine Menge ankommender Urlauber müssen weiter. Weiter nach Thumersbach, Schüttdorf oder bis nach Kaprun. Dem Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln sowie individuellen Shuttlediensten kommt eine entscheidende Rolle zu. In dieser Maßnahme werden die Takte des öffentlichen Busnetzes stark ausgebaut, es muss möglich sein, ohne lange Verzögerungen vom Bahnhof Zell am See nach Kaprun oder in andere Orte weiterzureisen. Um den öffentlichen Verkehr und jene private Shuttledienste nachhaltiger zu gestalten, werden die Anforderungen für den Einsatz von E- Bussen evaluiert.

Mobility Points Zell am See & Kaprun

Im Zentrum des Projektes Mobility Point zur Neugestaltung des Bahnhofs Zell am See und der Smart City Zell am See steht die Entwicklung eines Mobility Points am Bahnhof Zell am See. Zusätzlich im Projekt KEM Tourismus wird ein solcher ebenfalls in der Gemeinde Kaprun etabliert. Die Zielsetzung eines Mobility Points am Bahnhof Zell am See betrifft ein übertragbares Konzept, das mit weiteren Standorten verknüpft werden kann. Die Funktion und der Nutzen der Mobility Points ist:

  • die räumliche Verknüpfung der Wegeketten von Gästen und Einheimischen sollen an Mobility Points erfolgen
  • Ausgangs- und Verknüpfungspunkt, an dem verschiedene Verkehrsträger und Fahrzeuge zur Verfügung stehen
  • Öffentlicher Verkehr, Fuß- & Radverkehr wird gefördert
  • ergänzende Angebote, wie Car- oder Bike-Sharing werden geschaffen
  • Förderung der Multimobilität – für jeden Einsatz das passende Fahrzeug
  • Angebotsvielfalt senkt die Abhängigkeit vom eigenen PKW
  • Intermodalität = bequemer Wechsel von Verkehrsmitteln
  • Mobility Points als digitale Schnittstelle

Car-, Ride-, Bike-Sharing & Shuttledienste

Die Mobility Points in Zell am See und Kaprun sind neben Mobilitätszentrale und Anlaufstelle für jene, die sich über Mobilitätsmöglichkeiten informieren wollen, auch Ausgangspunkt aller möglicher weiterer Aktivitäten. Shuttledienste und Sammeltaxis, auf die man zum Weitertransport und zur Weiterfahrt zurückgreifen kann, starten bei den Mobility Points. Die Mobility Points sind auch jene Orte, an denen man sich über die Angebote an Car-Sharing, Ride-Sharing oder Bike-Sharing Angebote informieren kann. Dementsprechend gibt es auch bei den Mobility Points sämtliche Angebote zum Verleih, was eine entsprechend ausgebaut Ladeinfrastruktur für E-Autos, E-Bikes und E-Lastenräder voraussetzt. Entsprechende Angebote werden an und für die Mobility Points konzipiert und entwickelt und machen sie so zu echten Mobilitätszentralen in Zell am See-Kaprun.

Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Auto & E-Bikes

Elektromobilität weist ein hohes Potenzial zur Einsparung von Treibhausgasen und Energie auf. Darüber hinaus kann ihre Einführung in engem Zusammenhang mit einem Wandel im Mobilitätsverhalten und einer Entwicklung in Richtung „sharing society“ stehen. Zur Nutzung der Potenziale für die Region wird als Teil von Pinzgau.mobil 2030 eine gemeinsame Mobilitätsstrategie unter Teilnahme aller Gemeinden, des Tourismus sowie weiterer relevanter Stakeholder für den ganzen Pinzgau erarbeitet werden. Die hohe Relevanz für Zell am See-Kaprun liegt auf der Hand und zielt insbesondere ab:

  • abgestimmter Netzausbau und Situierung von Ladestationen
  • E-Car-Sharing Angebote in Abstimmung zwischen Tourismus, Gemeinden, Betrieben und Wohnbau
  • Einsatz von Elektrofahrzeugen im ÖV (z.B. im Rahmen von Pilotprojekten)
  • Förderung der E-Mobilitätsnutzung durch Benutzervorteile wie privilegierte Einfahrtsmöglichkeit in bestimmte Zonen, Sonderregelungen bei Parkgebühren, …
  • Energieautarkie der Region
  • Kostenverteilung für E-Mobilitäts Angebote zwischen Region/Gemeinden/Tourismus

Gemeinsam soll ein abgestimmtes und effizientes Netz an (zumindest teilweise) leistungsstarken Ladestationen an Points of Interest entwickelt werden. Die Wahl der zukünftigen Standorte und deren genaue Situierung und Leistungsfähigkeit soll für die ganze Region erarbeitet und mit allen Relevanten Playern abgestimmt werden. Das Ladenetz soll dabei sowohl Auto als auch E-Bike Ladestationen berücksichtigen.