KEM Kamingespräch im Ferry Porsche Congress Center

Regionale Partnerschaften am Weg in Richtung Klimaneutralität

Regionale Partnerschaften, können uns diese den Weg in die Klimaneutralität ebnen? Wenn ja, von welchen Partnerschaften ist hier eigentlich die Rede? Ein spannender Titel, eine einladende Bühne, vier Expert*innen im Talk und ein Live-Stream, damit man auch online mit dabei sein konnte, das waren die Zutaten des hochkarätig besetzten Kamingespräches, das unlängst von der KEM Zell am See-Kaprun in Kooperation mit dem Ferry Porsche Congress Center durchgeführt wurde.

Dass man den guten Initiativen, die in unserer Region in Sachen Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit passieren, mehr Bühne geben muss, darüber sind sich viele Personen einig. “Lasst uns einfach mal darüber reden und eine Reihe an Expert*innen dazu einladen, mit uns zu diskutieren” war der Ansatz der Organisatoren des Kamingespräches am 15. März. Diesem Ruf gefolgt sind Mag. Oliver Stärz, Geschäftsführer des Ferry Porsche Congress Center, Dr. Johannes Hörl – CEO der Großglockner Hochalpenstraßen AG und Frau Dr. Regina Preslmair vom Bundesministerium für Klimaschutz. Sie war nicht live dabei sondern wurde per Video-Stream zugeschalten, was allerdings einer regen Diskussion keinen Abbruch tat. KEM Manager Sebastian Vitzthum hat ebenfalls auf der Couch im Ferry Porsche Congress Center Platz genommen, um die Idee hinter der Klima- und Energie Tourismus Schwerpunktregion Zell am See-Kaprun zu vertreten und mitzudiskutieren. Mag. Stephan Obenaus, ebenfalls KEM Manager in Zell am See-Kaprun hat das Kamingespräch moderiert.

Titel und Idee für diese Gesprächsrunde sind der Tatsache geschuldet, dass das Ferry Porsche Congress Center und der Nationalpark Hohe Tauern eine für beide Seiten fruchtbare Partnerschaft pflegen. Eine zentrale Fragestellung war, ob es Partnerschaften wie diese sind, die unsere Region dem Ziel der Klimaneutralität näherbringen können. Für Mag. Oliver Stärz steht diese Kooperation an oberster Stelle.

“Für unser Congresscenter in einer bedeutenden Tourismusregion ist Regionalität eine besonders wichtige Sache. Wir sind enorm stolz auf jede Kooperation, die wir pflegen, jene mit dem Nationalpark Hohe Tauern stellen wir besonders gerne in den Vordergrund. Wir pflegen diese Kooperation vor allem deshalb, weil es die Werte des größten Schutzgebietes der Alpen sind, die wir einerseits unseren Mitarbeiter*innen, andererseits auch unseren Gästen und Kund*innen mitgeben wollen. Unser Haus ist Träger des österreichischen Umweltzeichens und so wollen auch wir jeden Kunden gegenüber, der bei uns eine Veranstaltung plant, ein Zeichen setzen. Bei der Organisation von Green Events und Meetings ist jeder Schritt in die richtige Richtung ein wertvoller und es ist die Summe vieler kleiner Schritte, die uns dem näher bringen sollen, was vor uns liegt, nämlich der Erreichung der Klimaziele.” 

Auch Dr. Johannes Hörl ist sich sicher, dass regionale Partnerschaften besonders wichtig sind, um gemeinschaftlich an einem Strang zu ziehen.

“Die Großglockner Hochalpenstraßen AG betreibt mehrere Panoramastraßen – auch bundesländerübergreifend – und allen ist eines gleich, alle führen durch oder liegen in der Nähe von Schutzgebieten. Wir bewegen uns in einem Spannungsfeld aus Technik, Tourismus und Umweltschutz und genau aus diesem Grund nehmen wir unseren Auftrag sehr ernst, diese sensiblen Gebiete zu managen. Wir tun dies, während wir vielen tausenden Menschen mit unserer Infrastruktur ermöglichen, diese Schutzgebiete zu erreichen, zu erleben, kennenzulernen und zu genießen. E-Mobilität ist für uns daher ein sehr wichtiger Teil der Lösung. Wir wollen 200 neue E-Ladepunkte rund um den Großglockner errichten und betreiben, auch das kann nur mit Kooperationen in der Region funktionieren.”

Für Frau Dr. Preslmaier vom Bundesministerium für Klimaschutz steht fest, dass wir in unserer Region auf einem guten Weg sind, uns eine gute, lebenswerte, touristische Zukunft zu gestalten.

“Eure Region beweist immer wieder aufs Neue, und das sieht man ja auch am aktuellen KEM Programm, dass ihr euch die richtigen Fragen stellt und euch aktiv auf den Weg gemacht habt. Wie auch ihr stellen sich viele Destinationen aktuell die Frage, ob der bisher gelebte Tourismus noch zeitgemäß ist bzw. ob er zur Entwicklung der dort lebenden und arbeitenden Menschen passt. Es macht für mich im Tourismus absolut keinen Sinn zu sagen, wir müssen zusperren, wir müssen verbieten und beschränken. Nein, der Tourismus in Österreich hat so ein herrliches Potenzial, viele Akteure, Betriebe und Institutionen innerhalb einer Region zusammenzubringen und ein gemeinschaftliches an einem Strang ziehen zu bewirken!” Sie fügt noch weiter hinzu: “wie in so vielen Bereichen kommt der Kommunikation eine entscheidende Bedeutung zu. Der Tourismus sollte Ermöglicher sein und sich dieser Rolle bewusst werden. Ganz nach dem Motto – Tue Gutes und sprich darüber – das ist auch der Grund, warum ich derartige Diskussionsrunden wie heute sehr begrüße und gerne mit dabei bin!”

Nicht alles zusperren und mit Anreizen statt mit Verboten zu arbeiten, dies entspricht auch der Philosophie und Arbeitsweise der KEM Zell am See-Kaprun, wie Sebastian Vitzthum eindringlich darlegt. 

“Der Bereich Mobilität ist in unserem Programm ein entscheidender Faktor. Wir wollen sinnvolle Alternativen zur individuellen Mobilität – vor allem bei der Anreise – schaffen und somit ermöglichen, dass die Abhängigkeit vom eigenen Auto im Urlaub sinkt. Dabei sehen wir Anreize und Vorteile als viel effektiver an als Verbote und Beschränkungen. Die lokale Bevölkerung ist für uns ein wichtiger Impulsgeber und wir haben noch viel vor den Menschen, Betrieben und Institutionen vor Ort ihre große Vorbildwirkung bewusst zu machen.” Im Bereich der Klima- und Energie Tourismus Schwerpunktregion Zell am See-Kaprun spielen lokale Partnerschaften eine große Rolle. “Wir sehen immer mehr, dass die Leute die unterschiedlichen Programme nicht unterscheiden können. Was ist eine KEM, was ist ein LEADER Programm etc. – überregionale Kooperationen und Aktivitäten über die Institutionen hinaus können hier Abhilfe schaffen und wir streben einfacherer und klare Strukturen an.”

Das gesamte Kamingespräch zum Reinhören:

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Zum Thema Öffentlicher Verkehr und der Kritik, die sich der Individualverkehr in Alltag und Urlaub verstärkt gefallen lassen muss, hat Dr. Johannes Hörl eine klare Meinung. Er denkt nicht, dass die Zuwachsraten in der öffentlichen Gästemobilität in den nächsten Jahren nennenswerte Ausmaße annehmen wird. Dies sagt er allerdings nicht nur in seiner Funktion als Betreiber von Panoramastraßen, Dr. Hörl hat auch Daten und Fakten mit im Gepäck, um seine Argumente zu untermauern. Eine angeregte Diskussion darüber war vorprogrammiert und hat das KEM Kamingespräch im Ferry Porsche Congress Center zu einer interessanten Veranstaltung und einer spannenden Debatte gemacht.

Ob es nun regionale Partnerschaften sind, die unseren Weg in die Klimaneutralität ebnen und ob es diesen überhaupt gibt, wurde in einer abschließenden Statement-Runde besprochen. Alle Teilnehmer*innen waren sich einig, dass dieses Thema und viele weitere, die sich daraus ergeben es wert sind, weiter darüber zu diskutieren. Aus diesem Grund haben wir bereits mit der Planung eines nächsten Kamingespräches begonnen. Worum es dabei genau gehen wird und in welcher Runde dieses stattfindet, werden Sie mit Sicherheit von uns erfahren. Folgen Sie uns auf unserer Website und in allen Kanälen und bleiben Sie stets auf dem Laufenden!

Wir freuen uns auf viele weitere interessante Gesprächsrunden zu allen wichtigen Themen, die uns heute und in Zukunft in der Klima und Energie Tourismus Schwerpunktregion beschäftigen werden! Bis bald in Zell am See-Kaprun.