Aufbruch in die Zukunft – unsere Vision

In Zell am See, der ersten CO2 neutralen Urlaubsregion der Alpen

Unser Leuchtturm, jene Vision, die Zell am See-Kaprun in eine nachhaltige Zukunft führen soll, der autofreie Urlaub in der ersten CO2 neutralen Urlaubsregion der Alpen. Stellen wir uns einen Ort vor, der wie geschaffen ist für An-, Abreise und Mobilität vor Ort ohne Auto. Ein Ort, den ich zu jeder Zeit flexibel, bequem und effizient mit der Bahn erreichen kann. Im Ort angekommen stehen ausgehend vom Bahnhof eine Vielzahl nachhaltiger Mobilitätsangebote zur Verfügung, die einen das Auto zu keinem Zeitpunkt des Aufenthaltes vermissen lassen. Dieser Ort ist Zell am See – willkommen im Autofreien Urlaub!

Status Quo – zu viel Platz für Autos

Die aktuelle Verkehrssituation in der Stadt Zell am See und in Kaprun hat ihre Tücken. Wie in so vielen Städten und Orten wird dem Auto sehr viel Platz eingeräumt. Zu viele Menschen sind mit Autos auf zu kurzen Strecken unterwegs, vor allem in den touristischen Hauptsaisonen herrscht Verkehrschaos. Demgegenüber steht der viele Platz, der den parkenden Autos zur Verfügung steht und der – vor allem in Hinblick auf die Schönheit der Region – viel attraktiver, effizienter und erholsamer genutzt werden könnte. In unserer Vision werden die Stadtzentren von Zell am See und Kaprun autofrei, aber nicht aufgrund von Verboten sondern basierend auf tollen Angeboten an nachhaltiger Mobilität, die von der Anreise, über den Aufenthalt vor Ort bis zur Abreise sämtliche Lücken schließen.

Mobility Drehscheibe – Autofrei & effizient

Zell am See wird zur Mobilitäts-Drehscheibe, aber nicht für Autos, sondern für öffentliche, nachhaltige Mobilitätsangebote, die alle ausgehend vom Bahnhofs-Areal in der unteren Stadt genutzt werden können. Die Mobility-Hub ist ein Ort der Begegnung, eine Zentrale der Mobilität, eine Zone, wo alle Fäden zusammenlaufen. Mit dem Zug ankommende Gäste treffen auf Einheimische, abreisende Urlauber genießen ihre letzten Urlaubsstunden und unterhalten sich mit Gästen, die autofrei zu den schönsten Orten der Region reisen. Man tauscht sich aus, hat Tipps für einander, informiert sich und genießt eine gute Zeit vor der herrlichen Naturkulisse. Diesen Ort skizzieren wir als ein Zentrum nachhaltiger Mobilität, als eine Oase für erholsame Urlaubserlebnisse ganz im Gegensatz zur aktuellen „Keimzelle nerviger Parkplatzsuche“.

Der Zug verschwindet, ist aber nicht weg, er macht Platz!

In unserer Vision legen wir die Bahnstrecke auf dem dafür notwendigen Teil tiefer und schaffen damit Platz für eine Begegnungszone mobiler Menschen. Diese entsteht genau dort, wo alle zusammenkommen und wo man zum ersten Mal Zeller Boden betritt, am Areal des Bahnhofs. Der Zug muss zwar Platz schaffen, er darf aber nicht weg, denn das Gefühl des Ankommens in unserer Region muss erhalten bleiben. Die Einfahrt nach Zell am See mit dem Zug, zwischen Bergpanorama und Seeblick, dieser erste Eindruck der Region zählt und bleibt, was wir schaffen ist sinnvoll nutzbaren Platz für Natur, Erlebnis, Begegnung, Gastronomie, Entertainment und vor allem nachhaltige Mobilität.

Mobility Points, Mobilitäts Services, Ride Sharing & Co.

An der Mobilitäts-Drehscheibe laufen alle Fäden zusammen. Neben einem zentralen Ort, an dem man sich über alle möglichen nachhaltigen Mobilitätslösungen der Region informieren kann, sollen diese auch direkt konsumiert werden können. Ladestationen für E-Autos und E-Bikes fehlen genau so wenig wie Sharing-Angebote, Verleih von E- Bikes und E-Lastenrädern, sowie eine Zentrale für Transport- und Beförderungsleistungen aller Art. Auch die öffentlichen (E)-Busse werden in diesem Areal ihre Passagiere aufnehmen und aussteigen lassen. Platz für all dies ist genug, es wird keine Parkflächen für PKW geben, die Ein- und Durchfahrt durch die untere Stadt ist nicht verboten, aber unattraktiv.

Mobility Hub – erreichbar nicht nur von unten, auch von oben!

Um das Bahnhofs-Areal zu einer echten Mobilitäts-Drehscheibe zu machen, ist es nicht nur mit dem Zug erreichbar, sondern auch „von oben“ mit der Seilbahn. Der Weg von der Ankunft mit dem Zug zur nächsten Seilbahn ist so kurz wie möglich, in unserer Vision nur eine Fahrt mit Rolltreppe, Lift oder ein Gang über die Treppe. Zwei neue Seilbahn- Achsen umfassen unsere Vision nachhaltiger Mobilität, allerdings nicht nur auf den Berg, sondern durch das Tal. Seilbahnverbindungen vom Areit-Express in Schüttdorf bis zur Mobility-Drehscheibe in Zell am See und eine Bahn weiter bis zum Kaprun-Center, der Maiskogel-Talstation, im Ort Kaprun. So sieht die Mobilitäts-Drehscheibe Zell am See in unserer Vision aus, ein Netzwerk an öffentlicher, nachhaltiger Mobilität, die alles verbindet und die Abhängigkeit vom motorisierten Individualverkehr maßgeblich und langfristig gegen „0“ schrumpfen lässt.

Klingt visionär, ist allerdings an den Haaren herbeigezogen?

Das sehen wir nicht so. Wir sehen unsere Visionen als einen Prozess der Reife, der Bewusstseinsbildung und der Durchdringung zu Gästen und Einheimischen. Um diesen Prozess anzustoßen und unsere Visionen schrittweise Realität werden zu lassen, dazu dienen die Maßnahmen des KEM Tourismus Projekt.

Unsere Vision

„Eine gute Vision erkennt man daran, dass sie auf den ersten Blick nicht realisierbar erscheint.“

Wir schreiben das Jahr 2035, ein herrlich sonniger Wintertag in Zell am See-Kaprun. „Nächster Halt Zell am See“ ertönt es im einfahrenden Railjet aus Wien. Es ist Samstag, Urlauber steigen aus dem Zug, sie kommen, um in Zell am See-Kaprun ihren einwöchigen Skiurlaub zu verbringen. Auch Tagesgäste steigen aus, sie kommen mit voller Skiausrüstung mit dem Zug und nehmen gleich die Rolltreppe einen Stock höher, wo die Seilbahn auf die Schmittenhöhe bereits ihren Dienst aufgenommen hat. Ankommende Urlauber wollen am liebsten auch gleich auf die Piste, doch sie haben keine Ski mit dabei. Sie reisen mit kleinem Gebäck, das KEM-ÖBB-Gepäckservice hat ihre Ausrüstung bereits vor Tagen zu Hause abgeholt und dieses wartet in ihrem Hotelzimmer.

Vor dem Bahnhof herrscht geschäftiges Treiben, doch man sieht keine Autos. Das gesamte Areal ist eine Begegnungszone. Einheimische sind unterwegs in die Arbeit, ankommende Urlauber stärken sich in einem der Cafés oder werden gleich abgeholt. Die einfahrenden Elektro-Shuttles gehören den KEM-Partnerhotels, sie haben privilegiertes Recht, bis zum Bahnhof vorzufahren und ihre Gäste abzuholen. Ride-Share-Systeme sorgen dafür, dass auch Gäste von nicht KEM-Partnerhotels abgeholt werden. Die großen Elektrobusse, die im Minutentakt das Bahnhofsareal verlassen, schwärmen aus in Richtung Kaprun, Bruck oder Oberpinzgau. Durch die vorteilhafte Taktung wartet niemand lange auf seinen Anschluss, wo es doch so viel zu erleben gäbe an der Mobility Drehscheibe Zell am See!

Ein kurzer Ausblick in die Zukunft

PV-Anlagen zieren sämtliche Hausdächer, Heizöl-Tanks sind aus den Kellern verschwunden. Ökostrom, der in der Region erzeugt wird, wird mittels modernster Ladeinfrastruktur diverser Formen der E-Mobilität zur Verfügung gestellt. Hochqualitative Lebensmittel und Produkte aus der Region werden immer stärker nachgefragt und können künftig über einen zentrale Plattform bezogen werden.